SCHMIDT® Strömungssensor SS.400 E0820-K1223

Der reaktionsschnelle Spezialist für erhöhte Betriebssicherheit im Reinraum - mit integrierter Richtungserkennung

Technische Daten

Daten  
Messgröße wN Normalgeschwindigkeit bezogen auf Normalbedingungen von TN = 20 °C und pN = 1.013,25 hPa
Messmedium saubere Luft oder Stickstoff, weitere Gase auf Anfrage
Messbereich Strömung wN 0 … 1 / 2,5 / 5 / 10 / 20 m/s
Untere Nachweisgrenze wN 0,05 m/s
Messgenauigkeit  
Standard ± 3 % v. Mw. + (2 % v. MBE; min. 0,05 m/s 1)
Hochpräzision (Option) ± 1 % v. Mw. + (2 % v. MBE; min. 0,04 m/s 1)
Reproduzierbarkeit wN ± 1,5 % v. Mw.
Ansprechzeit (t90) wN 0,01 … 10 s (konfigurierbar), 1 s Werkseinst.
Betriebstemperatur  
Betriebstemperatur 0 … +60 °C
Lagertemperatur -20 … +85 °C
Material  
Sensorkopf Aluminium, eloxiert
Fühlerrohr Edelstahl 1.4571
Steckverbinder Edelstahl 1.4571
Allgemeine Daten  
Medium, Umgebung nicht kondensierend (bis 95 % rF)
Betriebsdruck atmosphärisch (700 … 1.300 hPa)
Versorgungsspannung 12 … 26,4 V DC
Stromaufnahme typ. < 35 mA (max. 150 mA mit Schaltausgängen)
Analogausgang 0 … 10 V (RL > 10 k ) oder 4 … 20 mA (RL < 300 ); kurzschlussgeschützt
Schaltausgänge 2 Stück Open-collector, strombegrenzt und kurzschlussfest, konfigurierbar
  Kanal 1 (OC1): Richtung oder Schwellwert
  Kanal 2 (OC2): Schwellwert
  Max. 26,4 V DC / 55 mA
  Schalthysterese 5 % v. Schwellwert, min. ± 0,05 m/s
Anschluss Steckverbindung M 9, verschraubt, 7-polig, male
Maximale Leitungslänge Spannungssignal: 15 m; Stromsignal: 100 m
Einbaulage beliebig
Schutzart / Schutzklasse IP 66 / III bzw. PELV
Fühlerlänge 130 / 200 / 300 mm
Gewicht ca. 60 g max. (300 mm Fühlerlänge)
   
1) unter Referenzbedingungen  
   
Technische Änderungen vorbehalten.  

Besonderheiten

Einfach und sicher – Das Überströmprinzip in der Praxis

Der Strömungssensor wird vor eine Wandöffnung von mindestens 25 mm Durchmesser eingebaut. Die Strömungsgeschwindigkeit ist direkt vom Differenzdruck abhängig (siehe nebenstehende Grafik). Der Durchmesser hat prinzipiell keinen Einfluss auf die Strömungsgeschwindigkeit (Gesetz von Torricelli), aber bei zu kleinem Durchmesser wird die Strömung durch Reibung in der Wandöffnung verfälscht.

SCHMIDT® Strömungssensor SS 20.400 – mit einem Sensor bidirektional messen

Der thermische Strömungssensor SS 20.400 basiert und arbeitet auf einem Thermopile (Thermosäule) -Sensor. Mit seinem beheizten Halbleiterelement erkennt er die vorbeiströmende kühlende Luft. Über dem „Heizer“ wird eine Wärmeglocke erzeugt, die dann von der Strömung bewegt wird. Links und rechts vom Heizer messen zwei Temperaturfühler die Mediumstemperatur. Aus den sich ergebenden Messunterschieden wird dann die Strömungsge- schwindigkeit ermittelt. Aus der Detektion des wärmeren Bereichs erkennt der Sensor die Strömungsrichtung (optional).

Strömungssensibel und mechanisch robust

Um das Sensorelement vor mechanischen Einflüssen zu schützen, ist es in eine Messkammer eingebaut, die Auswerteelektronik ist vollständig im Fühlerrohr integriert. Das vereinfacht die Installation vor Ort und es ist kein externer Messumformer erforderlich. Der SS 20.400 überwacht permanent seine Funktion. Kondensierende Feuchtigkeit, Verschmutzung oder ein Defekt des Sensorelements werden von ihm detektiert und am Stromausgang mit 2 mA signalisiert.

Gut geschützt

Bevor der eingeschaltete Sensor mit wässrigen Reinigungsmitteln desin- fiziert wird, muss die mitgelieferte Schutzkappe auf den Sensorkopf gesteckt werden*. Leichte Staubablagerungen in der Messkammer können durch einfaches Ausblasen oder Reinigen in Alkohol beseitigt werden.

*nicht nötig bei Reinigung mittels Verdampfer

Anwendungsbeispiele

In vielen Industriebereichen ist es wichtig die Strömungsgeschwindigkeit und die Strömungsrichtung zu erfassen.

Typische Einsatzbeispiele:
– Erfassen der Laminarströmung in explosionsgefährdeten Bereichen, z.B. in modernen Lackierkabinen, RABS und Isolatoren
– Messen von Zuluftströmen, um eine explosive Atmosphäre zu vermeiden
– Überwachen der austretenden kontaminierten Luft aus geschlossenen Räumen
– u.v.m.

Mit Strömungsmessung die Sicherheit erhöhen

Definierte Überdrücke garantieren die Prozesssicherheit in Rein-
räumen durch Überströmung von einem Raum zum anderen. Diese
Überströmung wird üblicherweise mittels Drucksensoren indirekt
überwacht. Werden Türen oder Schleusen geöffnet, fällt der Druck
oft unter die Messbereichsgrenze des Drucksensors, er zeigt keinen
Überdruck an. In dieser Phase liegen dem Reinraumbetreiber keiner-
lei Informationen (Messwerte) über die tatsächliche Überströmung
vor. Es kann jedoch eine Rückströmung und somit ein Kontamina-
tionseintrag vorliegen, ohne dass dies bemerkt wird − trotz korrekt
betriebener Druckmessung. Hier kann angesetzt werden, um die
Sicherheit des Reinraumes deutlich zu erhöhen.

Bestellinformationen

  Beschreibung Artikel-Nummer              
Basissensor SCHMIDT® Strömungssensor SS 20.400, Thermopilekopf-Ausführung 518 210 - X Y D Z R - P
  Optionen                
Mechanische Ausführung Fühlerlänge 130 mm (nur mit 0 … 10 V Ausgangssignal lieferbar)   1            
  Fühlerlänge 200 mm   2            
  Fühlerlänge 300 mm   3            
Messbereiche Messbereich 0 … 1 m/s     1          
  Messbereich 0 … 2,5 m/s     2          
  Messbereich 0 … 5 m/s     3          
  Messbereich 0 … 10 m/s     4          
  Messbereich 0 … 20 m/s     5          
Messrichtung, Abgleich und Kalibrierung Unidirektional - Standardabgleich       1        
  Bidirektional - Standardabgleich       2        
  Unidirektional - Hochpräzisionsabgleich inkl. ISO-Kalibrierzertifikat       3        
  Bidirektional - Hochpräzisionsabgleich inkl. ISO-Kalibrierzertifikat       4        
  Unidirektional - Vertikalströmungsabgleich(Hochpräz.) inkl. ISO-Kalibrierzertifikat (1 & 2,5 m/s)       5        
Analogausgang 0 … 10 V         1      
  4 … 20 mA (nicht für Fühlerlänge 130 mm wählbar)         5      
Richtungs- darstellung Bidirektional: Schaltausgang OC 1           1    
  Bidirektional: halbiertes Analogsignal 0 m/s = 12 mA / 5 V           2    
  Unidirektional           3    
Sensor-Programmierung Werkseinstellung               S
  Programmierung von Schaltpolarität, Schwellwert, Richtungssignal, Ansprechzeit               K

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